Mode bewegt – Sabine Puhlmann

Modenshow/Performance/Gespräch
01.04.2021 um 18:00 Uhr
mit Tanz Performances von Susi Rosenbohm (www.susirosenbohm.com)

Im Gespräch sind:

Sabine Puhlmann
Antje (Instagram)
Ricarda Maria Peters (Instagram)

Zum ersten Mal zeigen wir Kunst aus dem Textilbereich. Sabine Puhlmann ist eigentlich Sängerin. Wir sind stolz nun ihre ersten Werke als Modeschöpferin präsentieren zu können. Sie wagt hier den Schritt sich öffentlich zu präsentieren und wir freuen uns auf neue Eindrücke und Erkenntnisse im Bereich Mode bzw. Kleidung.

Sabine Puhlmann: “Mein Beruf, der Gesang, ist flüchtig. Daher kommt meine Sehnsucht, etwas Bleibendes zu schaffen. Es ist nicht nur erfüllend für mich, dass das Kleidungsstück etwas Sichtbares ist, sondern auch, dass es getragen wird und damit eine Funktion erfüllt.Ein Kleidungsstück verändert den/die Träger*in.

Früher habe ich Mode als etwas Oberflächliches abgetan. Als Musikerin empfand ich nur die Musik und ihren geistigen Inhalt als wesentlich und alles Äußere, also ein Bühnengeschehen, Kostüme und Konzertkleider als überflüssig. Inzwischen weiß ich, wie wichtig ein zur Persönlichkeit passendes Kleid sein kann, es stärkt das Selbstbewusstsein, die Haltung verändert sich oder man kann dadurch in eine Rolle schlüpfen und einen anderen Blickwinkel einnehmen. Es ist wichtig für die Persönlichkeitsbildung, einen Geschmack und eigenen Stil auszubilden. Es braucht Mut, eine auffällige Farbe oder Form zu tragen, aber es schenkt Selbstvertrauen.Der Umgang mit verschiedenen Stoffen regt die Sinne an. Es macht Spaß, verschiedene Farben und Muster anzusehen und auch das Anfassen, das Erfühlen verschiedener Stoffarten ist ein sehr sinnliches Erlebnis. Der Besuch beim Stoffhändler ist ähnlich dem Besuch eines Gewürzmarktes eine Explosion der Sinne.

Das Thema geht alle an, da jeder Mensch sich täglich kleiden muss. Alle treffen mit der Wahl ihrer Kleidung immer eine für die Außenwelt sichtbare Aussage, niemand kann sich dem entziehen. Auch dem Thema Nachhaltigkeit kann man sich nicht entziehen: Welche Stoffe wurden verwendet, wer hat das Kleidungsstück wo unter welchen Bedingungen genäht, wie lange wird es getragen?

In der Industrie und Massenproduktion geht das Handwerk verloren, ein Kleid wird nie nur von einer einzigen Person angefertigt. Entwurf, Schnittkonstruktion und Anfertigung liegen in vielen verschiedenen Händen. Mein Anspruch besteht darin, vom Entwurf über die Schnittkonstruktion bis hin zum Nähen alles selbst zu machen. Dadurch bekommt der Begriff Handwerk für mich eine neue Bedeutung.”

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr
Kunstverein L102.art

Sie können sich am Gespräch beteiligen und der Künstlerin live Fragen stellen. Entweder hier im Live-Chat oder per Mail unter info@L102.art .

Jörg Seidel Grunow – Kindheit unter Verdacht oder das was übrig bleibt

Ausstellungseröffnung im livestream

25. März 2021 – 18 Uhr

Der Kunstverein L102.art zeigt in seiner 5. Online Ausstellung am 25.03.2021 Arbeiten des Malers Jörg Seidel Grunow. Der Künstler sammelt Fundstücke und entwickelt daraus Collagen und Skulpturen. Dabei spielt das Verhältnis von Kindheit und Natur immer wieder eine Rolle.

Betrachtet man Seidel Grunows Kunst, begegnen einem Erinnerungen wie in einem Museum. Dennoch wirkt alles lebendig und neu. Mit seinen aktuellen Arbeiten stellt er allerdings auch Bäume in ein Regal. Wird die Natur in unserer Gegenwart zu einem musealen Ereignis?

Die Gegend in und um Berlin ist genauso seine Heimat wie auch Granada oder Hongkong. Einflüsse anderer Kulturen verändern immer wieder seinen Blick auf die Dinge, die uns hier umgeben.

In unserem Gespräch mit Jörg wird es um regionales, vergangenes und Kunst gehen. Ihre Fragen und Anregungen sind wie immer willkommen. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr
Kunstverein L102.art

Sie können sich am Gespräch beteiligen und dem Künstler live Fragen stellen. Entweder hier im Live-Chat oder per Mail unter info@L102.art .

“für Emil”

Gewalt

Die neue Serie von Martin Schwarze im Livestream

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Gespräch zu rassistischer Gewalt

​Der Kunstverein L102.art zeigt in seiner 4. Online-Ausstellung am 25.2.2021 Arbeiten des Malers Martin Schwarze zum Thema GEWALT.

In seiner aktuellsten Serie spiegeln sich Beobachtungen wieder, die er in seiner täglichen Arbeit als Lehrer mit Kindern und Jugendlichen macht. Was bringen sie an Gewalterfahrungen aus ihrer Familie mit, was aus ihrem bisherigen Lebensweg? Die Arbeiten Martin Schwarzes zeigen subtil unterschiedliche Nuancen von Gewalt, beginnend mit bösen Blicken und verbalen Übergriffen, Ausgrenzung und Gruppenbildung, bis hin zur Bedrohung und zu körperlichen Angriffen. Daneben steht die große Gruppe der Mitläufer*innen, die abseitsstehen, der Gewalt aber nicht entgegentreten und keine Position beziehen. Und wessen Position sollen sie auch einnehmen? Es ist doch oft unklar, wer Opfer ist und wer Täter*in. Meist führt erst gezielte Provokation zu Aggression, Sprachlosigkeit und Eskalation. Fraglich bleibt, wer am Ende für die ausgeübte Gewalt Verantwortung übernimmt.

Die Bilder erscheinen freundlich, heiter und in hellen Farben, zeigen vordergründig einzelne Menschen oder Gruppen von Jugendlichen im Gespräch. Erst bei genauerem Hinsehen verstören Blicke und Gesten.

Selten gab es eine Zeit, in der unterschwellige und offensichtliche Gewalt wieder so präsent ist. Nach einem Jahr Pandemie liegen die Nerven blank. Vom Anblaffen im Supermarkt, wenn die Maske nicht sitzt, bis zum Denunzieren bei Reiseverboten, dem versuchten Sturm auf den Reichstag oder den Krawallen in den Niederlanden wegen nächtlicher Ausgangssperren, ist alles dabei.

Mit Martin Schwarze diskutieren die Künstlerin Carlotta von Plettenberg und der Jurist Dr. Ralph Mayer. Ihre Fragen und Anregungen sind wie immer willkommen. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr
Kunstverein L102.art

Wie wollen wir leben und überleben?

Gespräch per Livestream am
18.02.2021 um 18:00 Uhr mit


Philip Ibrahim
Silvana Kiepke
Peter Gebhardt
Gerrit Buchhorn

Zu den Statements:

1. Trotz Einhaltung der geforderten Abstandsregeln sind viele Hotels und Restaurants geschlossen. Hierdurch boomen food to go, Take away und Lieferservices, zum Leidwesen der umweltbewussten Verbraucher. Es fallen nicht nur massenhaft Verpackungsmaterial, sondern auch Emissionen bei der Auslieferung an.

2. Ökologisch korrekte Ernährung betrifft nicht nur regionale und saisonale Produkte und Gerichte, die Substitution exotischer durch lokale Zutaten, sondern auch den Trend zu mehr veganer und vegetarischer Kost. Der Grüne Daumen setzt sich im Schrebergarten, neudeutsch Urban Gardening fort, und in der Liebe zum selbstangebauten Obst und Gemüse.

3. Der Wunsch nach regionalen Produkten betrifft aber nicht nur den ökologischen Aspekt, sondern auch einen soziologischen: support your locals, unterstütze Deine Nachbarn im Umland, erhalte und fördere ihre Lebensgrundlage und uns allen bäuerliche Strukturen, traditionelle Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung.

4. Transparenz steht hoch im Kurs: Verbraucher wollen nicht nur wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und wer sie gemacht hat, sondern auch, wie gefüttert oder gedüngt wird, und welche Inhaltsstoffe in den Lebensmitteln enthalten sind.

5. Bewusste, gesunde Ernährung setzt nicht nur auf super food, fleischlose, ausgewogene, kalorienarme Küche, sondern auch auf nicht-alkoholische Getränke, wie High- End- Kaffee -Spezialitäten, Moctails und Trendgetränke wie Kombucha.

Es diskutieren:

PETER GEBHARDT, der als Küchenchef des Mercure City Hotels Berlin und Mitbegründer des Berliner Startups yourfinefood, vegane Pasten und Aufstriche herstellt und Berliner Hotels und Restaurants mit regionalen und saisonalen Produkten beliefert.

SILVANA KIEPKE, die sich mit ihrem Catering Unternehmen gegen die Krise stemmt und leckeren, abwechslungsreichen Mittagstisch außer Haus an Büros und ihre Nachbarschaft liefert, die sich gerne auch einmal bekochen lässt.

PHILIP IBRAHIM, der als Direkttor des The Student Hotel, Berlin, sein Haus mit dauerhaft vermieteten Studentenzimmern erfolgreich durch die Krise führt.

GERRIT BUCHHOLM, der als stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutsche Hotel-und Gaststättenverbandes Berlin die Sorgen und Ängste seiner Mitglieder sehr genau kennt.

Bombs and Female Power

Ausstellung zu Brutalismus in der Kunst per Livestream am 17.12.2020 um 19:00 Uhr mit:

Joax
Peter Lindenberg

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Zum Ende des Jahres gibt es in den Räumen von L102.art wieder eine virtuelle Ausstellung.

Joax erfoscht mit mit seinen Skulpturen das Böse und das Gute im Menschen:
“Nach Kant ist das Böse radikal und die Neigung oder „Hang zum Bösen“ genauso wie
die „Anlage zum Guten“ in der menschlichen Natur verwurzelt. Den individuellen Gebrauch bestimmt der Mensch und trotz enzyklopädischem Wissen und Zivilisation ist wohl auch deshalb der „Hang zum Guten“ nicht zwingend damit verbunden. Eine unübersichtliche Welt mit ungewisser Zukunft radikalisiert sich. Die Hasser wissen dank ihrer neuen Weltanschauung wieder, wer Freund und wer Feind ist. Autokraten sind im Vormarsch und die willigen Erfüllungsgehilfen finden die Bauanleitungen für ihren Hass im Online-shop.”

Peter Lindenberg erforscht mit seinen Bildern female power: “Ich habe immer gerne Film geschaut. Als ich noch jung war vor allem Film Noir, in denen es meist um Bedrängnis und Konflikte auf psychologischer Ebene geht. Wie kann ich daraus Bilder schaffen?”