L102.art Prize 2019

Der Kunstverein L102.art in Berlin schreibt in Zusammenarbeit mit der VR-NetWorld in Bonn und dem Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken in Berlin (Auslober), einen Video-/Filmkunst- Wettbewerb „ L102.art Prize“ unter dem Titel

Wir sind die Bank und einfach anders

aus.

Bewerbungen können bis einschließlich den 13.09.2019 unter folgenden Adressen  und auf den Websiten der teilnehmenden Volksbanken Raiffeisenbanken eingereicht werden

www.l102.art/l102-artprize2019

www.vr.de/kunstwettbewerb-L102

1. Thema

In den letzten Jahren sind die Banken immer wieder in die Kritik geraten und haben hierdurch Vertrauen verloren. Dies betraf nicht nur die Lehman-Pleite in den USA, sondern auch zahlreiche medienwirksame Strafverfahren in Deutschland nach dem Ankauf von Steuer CDs. Fintech-Startups liefern Bankdienstleistungen digital übers Handy an Kunden. Hierdurch wird das konventionelle Geschäft für die Banken schwieriger und wird teilweise ganz in Frage gestellt.

Gerade in diesen Zeiten des Umbruchs könnte eine Rückbesinnung auf die Idee des „Einer für Alle -Alle für Einen“, wieder an Bedeutung gewinnen. Im Jahr 2013 ist die genossenschaftliche Idee in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden, seit 2016 ist sie Teil der UNESCO Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Ursprünglich aus christlicher Nächstenliebe geboren, „erfand“ Raiffeisen vor rund 150 Jahren den Zusammenschluss von Personen zu Zwecken der Erwerbstätigkeit und die wirtschaftliche und soziale Förderung der Mitglieder zu gemeinschaftlichem Geschäftsbetrieb. Unter den Slogans „Wir machen den Weg frei“ oder „ Jeder hat etwas, das ihn antreibt“, betreibt die Volks- und Raiffeisen-Gruppe mit circa 150000 Mitarbeitern allein in Deutschland mehr als 900 Banken, Markenunternehmen und Dienstleister.

Was ist von dieser genossenschaftlichen Idee der Förderung der Mitglieder, der regionalen Ausrichtung, der demokratischen Struktur und den sozialen Grundgedanken übrig geblieben? Sind gerade diese Prinzipien eine Lösung aktueller Herausforderungen? Der Kunstverein L102.art ist bestrebt, eine Brücke zwischen Kunst und Wirtschaft zu schlagen. Die Wirtschaft braucht Ideen und Kreativität, umgekehrt bedarf Kunst wirtschaftlicher Unterstützung. Hierbei soll sich die Wirtschaft nicht in die künstlerischen Belange einmischen. Die Künstler sind frei in ihrer Sichtweise und der Darstellung, sich kritisch mit dem Thema „ Wir sind die Bank und einfach anders“ auseinanderzusetzen. Gerade dieser kritische Blick von außen ist gewollt. Was können Nutzer künftig von einer Bank erwarten und was brauchen sie tatsächlich? Ist persönliche Betreuung noch zeitgemäß oder wird die mobile Erledigung bevorzugt? Dies soll kein Werbefilm und keine Imagekampagne werden, sondern eine individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema.

2. Verfahren

Die Bewerbungsfrist endet am 13.09.2019.

Bewerbungen sind ausschließlich über das Onlineformular auf der Website des Kunstvereins L102.art, auf www.vr.de/kunstwettbewerb-l102 und den Webseiten der teilnehmenden Volksbanken Raiffeisenbanken einzureichen.

Aus allen zulässigen Bewerbungen wird eine Shortlist von 20 Arbeiten erstellt. Aus diesen Arbeiten werden von einer unabhängigen Jury drei Gewinner ausgewählt, die folgende Preise erhalten:

1. Preis- 4000 €
2. Preis- 2000 €
3. Preis- 1000 €

Soweit nicht prämierte Arbeiten veröffentlicht werden (siehe Ziff. 4), erhält jeder betroffene Künstler einen Betrag von 1000 €.

3. Jury

Die Jury wird aus Künstlern, Journalisten und Kuratoren bestehen.

4. Ausstellung und Veröffentlichung der Arbeiten

Die 20 Arbeiten der Shortlist werden im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung präsentiert. Ort und Zeitpunkt werden noch bekannt gegeben. Darüber hinaus ist eine Veröffentlichung dieser Arbeiten auf YouTube, Kanal der Volksbanken Raiffeisenbanken und den lokalen Banken und die Verbreitung im Inter- und Intranet (vr.de und lokale Bankseiten), sowie in Form von Filmstills auf Plakaten oder Katalogen (Print und/oder DVD/USB-Stick) beabsichtigt.

Das Urheberrecht an den eingereichten Arbeiten verbleibt grundsätzlich beim Künstler. Die Auslober sowie alle Volks- und Raiffeisenbanken haben jedoch das ab dem Termin der Preisvergabe auf zwei Jahre befristet alleinige, örtlich und medial uneingeschränkte Recht, die Filme und oder Filminhalte (nachfolgend: der Film) auch in kommerzieller Absicht einschließlich Werbung in der Öffentlichkeit zu zeigen und/oder öffentlich zugänglich zu machen.

Die Einreicher erklären sich insbesondere mit der Präsentation des Films im Internet inkl. Social Media (In- und Ausland), mit detaillierter oder kompletter Veröffentlichung aus dem Film und/oder Fotos (Stills) des Films in einem dokumentarischen Katalog sowie im Internet inkl. der öffentlichen Zugänglichmachung in der Volltextsuche, Datenbanken sowie in Teilen des Films im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit (einschließlich Werbung) der Auslober und der öffentlichen Zugänglichmachung auf Veranstaltungen einverstanden.

Die Veröffentlichung der Arbeiten vor dem 13.09.2019 durch den Künstler führt zum Ausschluss aus dem Wettbewerb.

5. Details zur Bewerbung

Bewerben können sich Künstler/innen im Bereich Video- bzw. Filmkunst. Jede/r Teilnehmer/in darf nur eine Arbeit einreichen. Die Filme müssen eine Länge von mindestens 30 Sekunden und maximal 6 Minuten haben.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online, das heißt, es werden keine Einsendungen von DVDs oder Ähnlichem akzeptiert. Die Filmdatei muss privat hochgeladen (Google Drive, Dropbox, rapidshare…) und über das Bewerbungsformular verlinkt werden. Die Teilnehmer/Innen sind verpflichtet, die Funktionsweise ihrer Links selbstständig zu überprüfen. Die Filme werden im Rahmen des Wettbewerbs auf einer verschlüsselten Festplatte gesichert und nach Ausscheiden der jeweiligen Teilnehmer/Innen gelöscht. Um eine bessere Objektivität zu gewährleisten, dürfen der Arbeit keine Lebensläufe beigefügt werden.

Arbeiten, die den genannten Kriterien nicht entsprechen, werden vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Die Ablehnung der zugelassenen Arbeiten erfolgt ohne Begründung. Sie stellt eine subjektive Beurteilung dar, bei der es uns vor allem darum geht, welche Arbeiten am besten zum Thema passen. Damit stellt sie deren objektive Qualität nicht in Frage. Der Rechtsweg ist in jedem Fall ausgeschlossen.

Wir wünschen allen Teilnehmern innovative Ideen und viel Erfolg!

L102.art, VR-NetWorld, Bundesverband der Volks-und Raiffeisenbanken